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Champions League am Alten Wall

„Champions League“, so wird die anspruchsvolle Baustelle am Alten Wall innerhalb der EGGERS-Gruppe bewertet. Direkt neben dem Hamburger Rathaus und hinter einer denkmalgeschützten Fassade, die erhalten werden muss, gräbt sich EGGERS Tiefbau 18 Meter in die Tiefe. Bis 2017 wollen die Investoren hier einen 150 Meter langen Einkaufsboulevard mit
Tiefgarage realisieren.

Durch die besonderen Bedingungen können die Geräte hier nicht einfach in die Baugrube fahren und die rund 45.000 Kubikmeter Aushub abtransportieren. Von zwei ca. 120 Quadratmeter großen Plattformen aus heben Seilgreifbagger die abgetragene Erde nach oben und laden sie auf LKW. Diese fahren in ständigem Wechsel, es herrscht ein Kommen und Fahren. In ca. 70 Touren pro Tag bringen rund 20 Fahrzeuge den hochwertigen Mergel aus der Innenstadt zu den Deponien Krems I und Schwissel.

Die Lage zwischen Rathaus und Alsterfleet bringt Herausforderungen mit sich. Zwischen Fleet und Baugrube schützt eine 10 Meter unter die Fleetsohle reichende Hilfsspundwand vor Wassereinbrüchen. Die Grube selbst wird durch ein Meter dicke und 50 Meter tief eingesetzte Schlitzwände umschlossen und durch massive Aussteifungen gestützt. Lärmschutzwände dämpfen die Baugeräusche für die dicht mit Häusern, Geschäften und Büros besiedelte Umgebung. Zudem ist die Innenstadt zwischen 11 und 17 Uhr für Schwerlastverkehr gesperrt. Projektleiter Kooistra muss regelmäßig Sondergenehmigungen einholen, die mit zusätzlichen Kosten verbunden sind.

Hierzu gibt es keine Alternative, der Termindruck ist hoch. Jede Verzögerung muss kompensiert werden. Zwischen Weihnachten und Neujahr liefen die Arbeiten daher einige Tage 24 Stunden ohne Pause durch. Für die Mitarbeiter war das kein Problem: „Am 30. Dezember haben wir hier die Seilgreifbagger eingerichtet“, erinnert sich Suleyman Simsek von EGGERS Tiefbau. Er ist seit 2007 bei EGGERS. Das Besondere an diesem Projekt: Sein Bagger „fliegt“ in die Baugrube. Hochbaukräne heben die 10 Tonnen schweren Maschinen über die 22,5 Meter hohe Fassade. Für die doppelt so schwere Laderaupe musste extra ein Autokran geordert werden. EGGERS Tiefbau beendet seine Arbeiten Ende März. Das Projekt hat ein Auftragsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro.